Der Programmierzyklus

Im Bugtracker werden geplante Erweiterungen und Korrekturen verwaltet.
Koha Bugtracker.
Das Koha-Dashboard gibt eine Übersicht über die aktuelle Arbeit.
Koha Dashboard.

Korrekturen und Erweiterung durchlaufen vor der Aufnahme in ein Koha- Release ein Standardverfahren, das die funktionelle und technische Qualität sicherstellt.

Erweiterungen und Korrekturen zu Koha werden als sogenannte "Patches" eingereicht, die Ergänzungen der Änderungen in einer oder mehreren Dateien des Quellcodes beinhalten.

Die Patches werden im sogenannten Bugtracker verwaltet, der öffentlich zugänglich ist und in dem auch Verbesserungsvorschläge und Fehlermeldungen verwaltet werden. Patches müssen bestimmten Regeln entsprechen, die im Wiki der Koha-Community veröffentlicht sind.

Ein sogenanntes Dashboard gibt einen Überblick auf die aktuell laufenden Entwicklungsaktivitäten.

Patches werden in der Regel möglichst frühzeitig einreicht, sodass andere Entwickler sich damit beschäftigen und eventuell Änderungsvorschläge machen können. Ist der Patch ausgereift, kann ein sogenanntes Sign-off verlangt werden.

Das Sign-off bedeutet, dass eine Drittperson - oft sind es Bibliothekarinnen und Bibliothekare - die Funktionalität in einer Testumgebung untersucht. Dabei geht es darum, dass bei einer Erweiterung die Funktionalität stimmt bzw. bei einer Fehlerkorrektur der Fehler behoben ist - und dass durch den Patch kein neues Fehlverhalten eingeschleust werden. Oft werden in dieser Phase wiederum Verbesserungen oder Änderungen vorgeschlagen.

Mit dem Sign-off - also der "Unterschrift" des Testers - wird der Patch zur nächsten Instanz weiter gereicht: die Qualitätssicherung. Dort untersucht ein Mitglied des QA-Teams, ob der Patch den Programmierrichtlinien der Koha- Community entspricht. Falls nicht, erhält er den Status "Failed QA", muss angepasst und je nach Umfang der Änderung nochmals dem Sign-off unterzogen werden.

Der Releasemanager hat das abschliessende Wort - er kann einen Patch bei ungenügender Qualität zurückweisen oder einer anderen Person zur Begutachtung vorlegen. Falls er den Patch akzeptiert, erstellt er davon eine spezielle Version, die schliesslich in das Koha-System eingespielt wird.

Eine Zurückweisung ist meistens nicht abschliessend. Wenn ein Patch beim Sign-off oder bei der Qualitätssicherung "liegenbleibt", ist es meistens, weil der Entwickler nicht auf Anfragen reagiert. Ist die Korrektur wichtig oder die vorgeschlagene Erweiterung von allgemeinem Interesse, kann sie auch ein anderer Entwickler übernehmen und ans Ziel führen.